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Clean Coder: Verhaltensregeln für professionelle Programmierer

Rezension von Sven Woltmann

Ausnahme-Programmierer:innen sind nicht gleichzusetzen mit Profis.

In „Clean Coder“ beschreibt der Software-Experte Robert „Uncle Bob“ Martin die Denk- und Verhaltensweisen, die abseits des Schreibens von Code notwendig sind, um ein:e professionelle:r Programmierer:in zu werden.

Er gibt sowohl Anfänger:innen als auch fortgeschrittenen Programmierer:innen zahlreiche praktische Ratschläge, wie zum Beispiel:

  • Wie verhält man sich professionell unter Druck?
  • Wie reagiert man, wenn der Chef verlangt, dass eine Aufgabe schneller erledigt wird, als man es für möglich hält?
  • Wie kann man den Aufwand überhaupt verlässlich abschätzen?
  • Welche Tests sollte man schreiben, und wann?
  • Wie verhält man sich professionell gegenüber seinen Teamkollegen?

Man merkt, dass der Autor aus einem hart erarbeiteten Erfahrungsschatz schöpft. Dabei muss man keineswegs immer mit ihm übereinstimmen.

Ich denke zum Beispiel nicht, dass der Flow-Zustand mehr Nachteile als Vorteile hat. Ich komme durchaus auch beim Pair Programming in den Flow. Und es ist in Ordnung, allein im Flow eine Lösung zu finden und diese dann im Pair nachzuprogrammieren.

Das Buch enthält viele persönliche, unterhaltsame Anekdoten aus Bobs langer Karriere. Für jüngere Leser:innen könnten die Geschichten aus den 60er und 70er Jahren, als man noch mit Lochkarten und Teleprintern arbeitete, allerdings etwas zu antiquiert sein ;)

🎧 Als Hörbuch geeignet? Ja! Dies ist eines der wenigen Programmierbücher über Praktiken jenseits des eigentlichen Codes. Du wirst in diesem Buch keine einzige Zeile Programmcode und kein einziges UML-Diagramm finden. Es ist daher absolut als Hörbuch geeignet.

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